1982/83 - 1. Liga

Das Nachwuchsspieler - Interview - heute mit Max Walder

Wann und wie bist Du zum EIE gestossen ?
Seit der Eröffnung der Kunsteisbahn Eselriet (1971) spiele ich beim EIE Eishockey. Ein Schulkamerad war im EIE und lud mich zum Training der Schülermannschaft ein. Dieses hat mir gefallen und so blieb ich beim Eishockey.

In welchen Mannschaften hast Du gespielt ?
Ich spielte zuerst in der Schüler-1-Mannschaft, dann bei den Mini und Novizen, wobei ich als Novize einmal in der 1. Liga spielen konnte. Weitere Stationen waren die Regional-, die Inter- und in den letzten drei Jahren die Elite Mannschaft.

Hast Du sportliche Vorbilder ?
Nein. Ich möchte meinen ehemaligen Juniorennationalmannschaftskollegen aber beweisen, dass ich gleiche Leistungen erbringen kann, auch wenn ich nicht mehr der Nationalmannschaft angehöre.

Welcher sportliche Erfolg zählt für Dich am meisten ?
Die 2 Aufgebote für die Juniorennationalmannschaft sowie der Aufstieg der Regionaljunioren in die Inter-Liga (Anmerkung : Max Walder schoss als Novize im Aufstiegsspiel den alles entscheidenden 6. Treffer!)

Was würdest Du als Dein negativstes sportliche Erlebnis bezeichnen ?
Sicher der letzjährige Abstieg der Elite-Junioren in die Junioren-A-Liga.

Was hast Du Dir als persönliche Ziele gesteckt........
.....beruflich ?

Erfolgreicher Abschluss der Lehre mit guter Abschlussprüfung.

.....sportlich ?
Kurzfristig : Einen Stammplatz in der 1. Mannschaft zu erobern und später würde ich gerne einmal in der Nationalliga spielen

Wenn man Deine Ziele anschaut, fragt man sich auch nach Deinen Hobbies ?
Mein grosses Hobby ist der Sport. Neben der Lehre, Schule und dem Eishockey bleibt jedoch nur noch sehr wenig Zeit für etwas anderes.

Max Walder gehört zum Kader und hat die Vorsaison 82/83 mit der 1. Mannschaft absolviert. Welches sind die Unterschiede zwischen der 1. Mannschaft und den Junioren, wenn man berücksichtigt, dass Du ja den gleichen Trainer (E. Ehrensperger) hattest ?
Die 1. Liga-Mannschaft weist ein technisch wesentlich besseres Niveau auf. Es stellt grössere Anforderungen an den Spieler (mehr Körperspiel, erhöhter Trainingsaufwand in der Vorsaison). Die Spieler in der 1. Liga sind wesentlich schneller. Man merkt als Spieler auch, dass es um mehr geht. Die Betreuung ist viel intensiver und für mich war der bisherige finanzielle Aufwand tragbar. Der Zeitaufwand in beiden Mannschaften ist jedoch gleich gross. Die Juniorenmannschaft hat 28 Meisterschaftsspiele (1. Mannschaft : 18)

Wo bist Du in der Vorsaison eingesetzt worden ?
Erich Ehrensperger hat mich als linken Verteidiger eingesetzt. Ich hoffe, dass ich auch in der Meisterschaft öfters eingesetzt werde. Ich bin mir aber bewusst, dass ich mehr Juniorenspiele absolvieren werde.

Welche Eindrücke hast Du von den bisherigen Vorbereitungsspielen ?
Nach anfänglich gutem Beginn sind die Leistungen der 1. Mannschaft vor allem gegen Bülach und Frauenfeld abgeflacht. Vermutlich wird das 1. Trainingslager nicht zur Zufriedheit von Erich ausgefallen sein. In der Schlussphase konnte man hingegen eine deutlihce Leistungssteigerung feststellen.

Wirst Du den endgültigen Sprung in die 1. Mannschaft schaffen ?
Es ist für mich relativ schwer, als Nicht-Riese (1,68m) dem Trainer zu beweisen, dass auch eher kleinere Verteidiger absolut gleichwertige Leistungen erbringen können. Ich werde mich im Körperspiel noch verbessern und um einen Stammplatz kämpfen. Ich glaube, dass ich mindestens gleiche Leistungen wie die Stammverteidiger erbringen kann. Ich bin mir aber bewusst, dass ich dafür noch etwas Zeit benötige und hoffe auf meine Chance.

Wo erwartest Du am Saisonende die 1. Mannschaft und die Junioren ?
Die 1. Mannschaft kommt sicher unter die Ersten (1. bis 4. Rang) und die Junioren können, wenn alles rund läuft, aufsteigen.

Was könnte man im EIE verbessern ?
Aus meiner Sicht sollten die Zielsetzungen für die Spieler deutlicher ausgesprochen werden. Die Clubleitung sollte ihre Erwartungen unmissvereständlich weitergeben. Ich darf aber sagen, dass es mir im EIE gut gefällt.

Wir danken Dir für Deine Meinung und wünschen Dir eine erfolgreiche Saison sowie die Verwirklichung all Deiner Ziele.

Artikel in den Club-Nachrichten 12.1982

EIE-Trainer wirft vorzeitig das Handtuch

(th) Folgen nach dem bösen Debakel im Spiel gegen den SC Küsnacht. Unser Trainer legte sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder. Differenzen mit der Mannschaft sind die Hauptgründe für diesen Schritt von Erich Ehrensperger. Der EIE belegt in seiner Gruppe gegenwärtig den 4. Platz mit zehn Punkten aus acht Spielen.

Das Debakel in Küsnacht - die Partie endete 10 : 1 für die Seebuben - dürfte das auslösende Moment für Ehrensperger gewesen sein, seine Arbeit nun aufzugeben. "Das Vertrauen zwischen Ehrensperger und der Mannschaft war überhaupt nicht mehr vorhanden", kommentierte EIE-Präsident Peter Meier die Vorgänge in seinem Klub. Peter Meier ist jetzt auch derjenige , der sich auf die Suche nach einem neuen Trainer machen muss. Die Mannschaft wird solange vom Captain des Teams, Peter Wiederkehr, betreut. Peter Meier weiter : "Vorstand und TK des EIE bedauern diesen Schritt von Erich Ehrensperger. Fachlich war der Trainer bestens ausgewiesen, seine technische Arbeit gab auch zu keinen Beanstandungen Anlass."

Jahrelange Karriere im Eishockey-Sport

Erich Ehrensperger blickt in der Tat auf eine so lange Karriere als Spieler und Trainer zurück, dass er mit Sicherheit über grosse Sachkenntnisse verfügt. Während 17 Jahren spielte er im ZSC in der Nationalliga A und B, zwei Jahre war er im EHC Wetzikon dabei, bevor er zum EIE wechselte. In der Saison 77/78 war er erstmals Trainer der Effretiker. Zwei Jahre verbrachte er danach als Trainer in Schaffhausen. Die letzten beiden Saisons schliesslich betreute Ehrensperger mit grossem Erfolg die Elite-Junioren des EHC Illnau-Effretikon. Der 20fache Altinternationale wechselte im Frühjahr die Mannschaft, indem er die Betreuung des EIE-Fanionteams übernahm.
Gewiss war es nicht leicht, diese Erbe anzutreten, blickten die Oberländer 1. Ligisten doch auf eine äusserst erfolgreiche Eishockey-Saison zurück. Mehr oder weniger "mit Glück" gelang der Aufstieg zur Nationalliga B nicht.

Wir brauchen einen Hammermann

Ehrenspergers sozusagen einziger Fehler war sein Umgang mit der Mannschaft. Er nahm das Team zu wenig hart "dran", was die Spieler dem Trainer schlecht lohnten. Insofern ist das Bedauern des Vorstandes und der TK des EIE über das Ausscheiden des Trainers - das im übrigen völlig auf eigenen Wunsch geschah - echt. "Wir müssen diesen Entscheid von Erich Ehrensperger einfach akzeptieren", bedauert Präsident Peter Meier.

 

Jarda Krupicka - unser neuer Trainer
Der 36jährige Tschechoslowake gehörte als Spieler immer noch dem Oberländer Eishockeyverein.

(th)Der neue Trainer des 1. Ligisten EHC Illnau-Effretikon heisst Jarda Krupicka. Nach dem Weggang von Erich Ehrensperger hat damit der EIE überraschend schnell einen Nachfolger für diese im EIE nicht leichte Aufgabe verpflichten können. Krupicka gehört das Spieler noch immer dem EIE, zu welchem er für die Saison 1980/81, von HC Sierre kommend, gestossen war.

Präsident Peter Meier zeigte sich ob dieser Lösung überglücklich :"Mit Jarda haben wir einen sicheren Wert gezogen. Dieser Mann hat ja auch Nationalliga-A und USA-Erfahrung und wird für unsere Mannschaft sicher die nötige Breicherung darstellen."
Jaroslov Krupicka (36) begann seine sportliche Laufbahn in der Schweiz beim EHC Kloten vor 13 Jahren. Nach seinem späteren Wechsel zum ZSC wirkte er einige Zeit als Professional in den USA. Darauf folgten vier Saisons beim SC Bern, wo er sich auf Anhieb zu den tragenden Elementen der Mutzen entwickelte und massgeblich am damaligen Erfolg (Schweizer Meister) beteiligt war. Von Servette Gernf kommend, stand er die Jahre vor dem EIE in den Diensten des HC Sierre.
Von dort kam er schliesslich nach Effretikon. Nach der Saison 1980/81 wurde er von den Oberländern an GC ausgeliehen. In der laufenden Saison spielte er allerdings nicht mehr, was dem Vernehmen nach mit der laufenden Einbürgerung zu tun hat. Der EIE hat nun also Krupicka zurückgeholt und das gleich noch als Trainer !
Zu hoffen bleibt, dass die EIE-Mannschaft mit dem Tschechoslowaken an der Bande und als Leiter des Trainings wieder zu dem gradliningen Spiel zurückfindet, das der Mannschaft in den letzten beiden Jahren jeweils die Finalteilnahme gebracht hatte !