1946 - Eisfeld Turbenriet entsteht...

Die 'Illauer' Hockeyaner führten am 21. Oktober 1946 eine gemeinsame Sitzung mit dem Velo-Club durch. Besprochen wurde die Jahresunterhaltung, wo folgende Preise fixiert wurden. Unterhaltung. 1.65 Franken, Saalgebühr 0.85, Aufführungen 2.20 und Tanzabzeichen 1.65 (Damen gratis). Durchgeführt wurde auch eine Tombola. Losverkauf 0.25 und spezielle Tombola-Zettel 0.30. Es gab Preise : 1. ein Heizkissen, 2. Balleron, 3. eine Flasche Asti.

Im Herbst 1946 wurde im Turbenriet beim Hinterberg in Tagelswangen die Ufer und Inseln des Weihers so egalisiert, dass eine zusammenhängende Wasserfläche entstand. Damit konnten die Effretiker seit Jahren endlich wieder zu Hause Hockey spielen. Hoch motiviert stiegen die Effretiker in die Saison und errangen den Schweizermeister-Titel in der Serie B und schafften damit den Aufstieg in die Serie A. Die Regionalmeisterschaft gewannen die Effretiker mit einem 1 : 0 Sieg über Oerlikon und dem 6 : 1 Erfolg gegen Chur.

Bei den Illnauer, wo die erste Mannschaft in der Serie B spielte und das zweite Team in der Serie C, gab es derweil lange Gesichter. Sie wollten für die zweite Mannschaft neue Trikots mit Strumpfhosen anschaffen. Als einige Mitglieder den Betrag von 29.50 pro Stück hörten (Offerte vom Sporthaus Uto in Zürich), sei grosses Erstaunen aufgekommen und eine rege Diskussion habe sich entfacht. An die Sektion für Leibesübung in Zürich stellten die Illnauer ein Beitragsbegehren von 200 Franken für neue Tore. Die Eintrittsgebühr wurde fixiert. In Illnau wurden von den Nichtmitgliedern 0.80 Franken für Zuschauen verlangt. Passivmitglieder erhielten Gratiszutritt. Mit Hilfe einer Sport-Toto-Subvention konnten die Effretiker für die Saison 1947/48 solide Holzbanden anschaffen. Der Hinterbergsee diente den Effretikern für ein weiteres Jahr als provisorisches Eisfeld. In Illnau wurde auf Antrag von Freimitglied Edy Guyer beschlossen, "mit der Eröffnung der Eisbahn Dolder alle Wochen einmal ein 'Fahrtraining' zu absolvieren".

Was Geld zu jener Zeit noch für viele 'einfache Bützer' bedeutete, verdeutlicht die Tatsache, mit welchem Stolz die Illnauer jeweils bei ihren Versammlungen Tellersammlungen für bestimmte Zwecke durchführen. So bespielsweise am 17. Juli 1947, als man für den seit langem das Bett hüten müssenden Goalkeeper Gusti Schmid 'stattliche 10.20 Franken' sammelte, oder, wie am 8. Oktober 1949 im Löwen Illnau im Anschluss an die Halbjahresversammlung der Eishockeyaner für den mit dem Motorrad schwer verunglückten Hans Brüngger acht Franken zusammen kamen.