1981 - 1995 - Higlights und schlimmste Niederlage

Der EHC Illnau-Effretikon ist bemüht, der Jugend von Illnau-Effretikon bei der Ausübung einer sinnvollen Freizeitgestaltung zu helfen. Als Erstliga-Verein ist der Klub anfangs der 80er Jahre verpflichtet, mindestens eine Junioren-, Novizen-, und Schülermannschaft zu stellen. 1981/82 gehen insgesamt sieben EIE-Mannschaften (inklusive zwei Aktivteams) ins Meisterschaftsrennen. Ein Jahr später meldet Illnau-Effretikon sieben Nachwuchsmannschaften für die Meisterschaft an. Im gleichen Jahr laufen (erneut) die Vorbereitungen für eine Eisfeldüberdachung (sprich Eishalle im Eselriet) an. Diesbezüglich fordern seit Jahren involvierte Kreise den Bau einer Eishalle. Die Initiative von Privatpersonen zum Bau besagter Eishalle im Betrag von 2,38 Millionen Franken wird kurz vor der Abstimmung zurück gezogen.

Am 28. Februar 1981 organisiert der EIE erstmals ein Saison-Abschlussfest. Dieses findet in den Räumlichkeiten der Zaunfabrik Walter Benz in Illnau statt. Änliche Feste wiederholen sich, so am 24. April 1982 das Frühlingsfest im Rösslisaal in Illnau, am 20. August 1983, diesmal in der Gras-Trocknerei VOLG in Unter-Illnau und am 24. August 1985 mit den EIE-Gala-Abend im Casion Watt in Effretikon.

Am Berchtoldstag, 2. Januar 1984 organisiert der EHC Illnau-Effretikon einen sportlichen Leckerbissen. Auf dem Eselriet messen sich Dynamo Moskau und Arosa. 3040 Zuschauer zwangen sich auf die offene Kunsteisbahn. Zuschauerrekord. Das Eselriet ist berstend voll. Obwohl der EHC Illnau-Effretikon 1984 die erfolgreichste sportliche Saison seiner Vereinsgeschichte erlebt, endet das Jahr 1984 zugleich mit der schlimmsten Niederlage, die gravierende Folgen für die weitere Entwicklung des Vereins mit sich ziehen wird. Die Volksabstimmung über die Eisfeldüberdachung wird vom Stimmvolk am 2. Dezember mit 2784 Nein gegen 1519 Ja abgeschmettert.

Um die stetig steigenden Ausgaben in den Griff zu bekommen, organisierte der EHC Illnau-Effretikon am 22. Dezember 1985 den ersten EIE-Skateaton. Bei diesem Anlass geht es für die Mitglieder darum, private Sponsoren zu suchen. Diese müssen dem Läufer einen bestimmten Betrag (pro Runde, oder Pauschal) zusichern. Auf dem Eselriet absolvierten die Mitglieder dann innert festgeschriebener Zeitlimite Runde um Runde. Der Skateaton verläuft erfolgreich und wird seither alljährlich wiederholt. Der EIE organisiert nochmals einen sportlichen Event. Am 2. Januar 1986 spielen auif dem Eselriet Kloten und Spartak Moskau. Sportlich kämpfen die Hockeyaner ums Überleben. Nach dem Nein zum Hallenbau im Jahr 1984 wandern viele EIE-Nachwuchsspieler bereits im Novizenalter zu den umliegenden Vereinen (Kloten, ZSC, Dübendorf) ab. Dem Verein geht die sportliche Zukunft mit eigenen jungen Talenten etwas erreichen zu können, verloren. Die Folgen für die erste Mannschaft liegen auf der Hand. Entweder werden externe Spieler 'zugekauft', was von den finanziellen Mitteln des Vereins nicht möglich ist (man will sich keine Hochseilakte leisten), oder man muss sportlich zurück buchstabieren. 1986/87 erfolgte die Quittung. Befürchtungen, die im 1984 im Vorfeld der Eishallen-Abstimmung gemacht wurden, bestätigen sich. Der EHC Illnau-Effretikon verfällt erstmals in seiner ereignisreichen Vereinsgeschichte dem Abstieg in die Zweitliga. Der EIE wurde zur mittelmässigkeit verdammt. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Team bis 1994/95 zur eigentliche Liftmannschaft. In bunter Folge kehrte Illnau-Effretikon immer für ein Jahr in die Erstliga zurück, vermochte den Ligaerhalt aber nicht zu realisieren. Seit 1995/96 ist der einstige Traditionsverein aus Illnau-Effretikon endgültig in der Anonymität der Zweitliga versunken.

Stagnierender sportlicher Erfolg führte wohl auch dazu, dass es für den Verein in den letzten Jahren immer schwieriger wurde, Personen für einen Vorstandsjobs zu finden. In den letzten Jahren führten nur noch drei Personen (Marcel Gossner als Präsident, Marlies Hollenstein, Sekretariat und Heinz Hui als Finanzchef) den EIE-Vorstand. Als dieses Trio anlässlich der Generalversammlung des Jahres 2001 ebenfalls seinen Rücktritt gab, hing die Existenz des EHC Illnau-Effretikon nur noch an einem hauchdünnen Faden. Demonstrativ stellte deshalb Gossner die provokante Frage, ob der EIE, mangels freiwilliger Vorstandmitglieder, bei der ordentlichen GV 2002 aufgelöst werden müsse. Erst wenige Tage vor dem 14. Juni 2002 formierte sich um den Effretiker Christoph Müller und bestehend aus teils ehemaligen Aktivspielern eine neue Crew, die nun bereit war, die inskünftigen Geschicke des Traditionsvereins in neue Hände zu nehmen.