Nächster EIE-Hockey-Krimi

Jetzt ist alles wieder offen – noch können Wallisellen und der EIE hoffen. Der EHC Illnau-Effretikon (EIE) und Wallisellen müssen dienstags nochmals in die Hosen. Spielbeginn im Spöde Wallisellen ist um 20 Uhr. Gewinnt der EIE zum zweiten Mal innerhalb einer Woche in Wallisellen (donnerstags 9:1) ist die Best-of-five Serie zu Ende. Gewinnt Wallisellen nach dem 6:5 über die Overtime samstags im Eselriet nochmals, gibt es am Donnerstag den Show-Down in Effretikon – Ausstich bis zum bitteren Ende.

Bericht: Heinz Minder, Illnau

Der EIE hat nach zwei Siegen den ersten Matchpuck vergeigt. „Wir sind drein gelaufen“, wie Dieter Wieser nach Spielschluss bemerkte. „Wir haben kurz die Übersicht verloren“, so der EIE-Headcoach. Wieser war der festen Überzeugung, dass „der Check von Fabian Brockhage nie und nimmer Zwei-plus-Zwei Minuten war“ und meinte, dass „diese Strafen heute das Spiel gekehrt haben“.

2:0 und 3:1 führte Illnau-Effretikon samstags im Heimspiel 8auch wenn im offiziellen Matchblatt dann der dritte EIE-Treffer vergessen wurde und zu einem falschen Spielprotokoll sorgte). Dass aber ein Zweitore-Vorsprung gegen Wallisellen keine Garantie zu einem vorzeitigen Sieg ist, zeigten ja bereits die ersten drei Partien zwischen diesen zwei Teams.

Drei Tore in 51 Sekunden – auch das hat es im Eselriet so wenig gegen den EIE gegeben, wie der 4:4 Ausgleich der Zürcher Oberländer eine winzige Sekunde vor Ablauf der offiziellen Spielzeit bei 59:59. Der EIE musste das Dreierpack im zweiten Heimspiel samstags wegstecken. „Wir sind aber nochmals zurück gekommen“, so Dieter Wieser „und haben das Spiel nochmals kehren können“. Am Schluss, wie der EIE-Trainer ab zu bestätigen wusste „fehlte uns etwas der ‚Sugo‘. Wir waren etwas KO“. Am Ende, nachdem Wallisellen im offenen Schlagabtausch wieder die Führung an sich gerissen hatte, „stelle ich auf zwei Linien um – doch dafür mussten wir am Ende etwas Tribut zollen“.

Wieser ereiferte sich nach Schluss der dritten Partie noch immer etwas über die Spielleitung. „Dass wir dann in der Overtime noch einen Zweier kassierten ist für mich unverständlich, denn eine solche Strafe ahndet man in der Verlängerung nicht“. Der EIE versuchte den nicht verwerteten ersten Matchpuck sofort weg zu stecken. „Wir reisen mit guten Erinnerungen nach Wallisellen, zumal wir donnerstags dort klar zu gewinnen vermochten“.

Doch die ersten drei Playoff-Partien haben es klar gezeigt und bestätigt. Jeder Match hat seine eigenen Gesetze – jedes Spiel ist normalerweise eng und stets auf Messers Schneide. Kleinigkeiten können den grossen Unterschied und Ausschlag geben. Im ersten Match zwischen Illnau-Effretikon und Wallisellen hatten die Gäste im Eselriet anfangs mehr vom Spiel, bauten dann aber, je länger das Kantonalderby dauerte, etwas mehr ab und vergaben wie erwähnt unmittelbar vor Ende mit einer Unaufmerksamkeit den ersten Sieg. Im ersten Heimspiel hatte Wallisellen dann absolut keine Kraft mehr. Den Platzherren fehlte donnerstags die Spritzigkeit und das Durchschlagsvermögen, doch samstags sah alles wieder ganz anders aus. Erneut war Wallisellen gegenüber der letzten Partie absolut nicht mehr zu erkennen. Und nun geht es am Dienstag in die vierte Runde.

Die offene Frage ist nun: Welche Mannschaft hat nach drei ausgetragenen Spielen in schneller Folge die besseren Reserven und kürzere Regenerationsphase. Zaubern die beiden Headcoaches noch einen Joker aus dem Ärmel? Welche Spieler haben das bessere und stärkere Nervenkostüm. Wie geht der EHC Illnau-Effretikon mit seinem zweiten Matchpuck um? Noch heisst es Vorteil: EIE – sicher wird am Dienstag in Wallisellen wieder ein neues Kapitel im EIE-Eishockey-Krimi geschrieben.


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