Zur Schlussrunde - einheitlicher Spielbeginn mit EIE gegen Küsnacht

Das 18. und letzte Gruppenspiel steht an. Der EHC Illnau-Effretikon (EIE) geniesst vor dem Start in die Playoffs nochmals Heimspielvorteil. Letzter Gegner ist der SC Küsnacht. Matchbesucher aufgepasst: Die letzten Partien in beiden Gruppen starten am Samstag zur einheitlichen Anspielzeit – 20 Uhr. Bereits jetzt steht fest, dass Illnau-Effretikon am kommenden Dienstag – ebenfalls mit Heimvorteil – zum ersten Playoff starten kann. Gegner noch unbekannt – doch deutet alles auf Club da Hockey Engiadina hin.

Bericht: Heinz Minder, Illnau

Vor einer Woche siegte der EIE in Chiasso. 6:3. Grund zur Freude? Grund zum Jubeln? Es war für die EIE-Spieler der 15. Sieg im 17. Spiel. Wie heisst es doch: Man(n) soll die Feste feiern wie sie fallen. Doch im EIE-Lager kam für einmal absolut keine Jubelstimmung auf. Nicht mal auf der mehrstündigen Heimreise und die Forderung: «Ei mal um de Chreisel» war kaum hörbar – so gab es auch keine Zusatzrunde. Direkt ins Ziel und abhaken.

Das 6:3 in Chiasso war reinste Pflichterfüllung. Er erwarte «ähnliche Spiele am Samstag gegen Küsnacht und dann wohl auch in der ersten Play-Off-Runde, wo wir noch auf einen ‘papiermässig schwächeren’ Gegner treffen sollten», so Dieter Wieser.

Der 18. Spieltag bringt in beiden Gruppen die letzten Entscheidungen. Und wenn auch die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt, so hat man sich beim EIE wohl wie in den letzten Jahren mit dem zweiten Schlussrang abgefunden. Leader Dürnten, der sich samstags im Heimspiel gegen Luzern mit 5:1 souverän durchsetzte und sich absolut keine Blösse gegen die Innerschweizer gab, muss nun auswärts gegen Bassersdorf, den aktuell Viertplatzierten der Gruppe 1 antreten. Obschon die Zürcher Unterländer bislang eine starke Saison (und auch den EIE zwei Mal hart forderten) zeigten, rechnet man kaum damit, dass sich Dürnten, noch immer nur einen Punkt vor Illnau-Effretikon, in der Schlussrunde noch die Butter vom Brot klauen lässt.

Will heissen: Die Positionen in der Gruppe 1 sind wohl bezogen – der zweite Schlussrang ist dem EHC Illnau-Effretikon nicht mehr zu nehmen und schon lange bereits auf sicher. Nur bei einem EIE-Heimsieg über Küsnacht und einer (wohl eher überraschenden) Niederlage Dürntens kann sich an der Schlussrangierung doch noch etwas verschieben.

Rückblickend: Küsnacht, letzte Saison in die Abstiegsrunde verbannt, leistete im Vorrundenspiel am 25. November 2017 in der KEK harte Gegenwehr und verlor letztlich «nur» 2:3 (0:0, 0:1, 2:2). Nur deshalb, weil Küsnacht damals in der Schlussminute ein Penalty nicht zugesprochen wurde, die Platzherren damals aber scheinbar das Reglement auch nicht ganz kannten und über den Fehlentscheid der Schiedsrichter keinen Protest einlegten. Nun. Schnee von gestern, respektive letzten Jahr. Mit 7:3 hat Küsnacht zuletzt Bellinzona klar in die Schranken verwiesen und sich damit praktisch den sechsten Schlussrang vor Sursee und Bellinzona gesichert. Für Küsnacht zeichnet sich als möglicher Playoff-Gegner Wallisellen und Kreuzlingen-Konstanz ab, beide vor der Schlussrunde punktegleich.

Ein Blick in die Gruppe 2 zeigt zudem, dass der 18. Spieltag dort noch das Bündner Derby: Ober- gegen Unterengadin – St. Moritz (2.) gegen Club da Hockey Engiadina (7.) bringt. Gleichzeitig steigt in St. Gallen das Duell der Ostschweizer gegen Schaffhausen. Gewinnt dort Schaffhausen und verliert Engiadina in St. Moritz wird der EHC Illnau-Effretikon dienstags mit Heimvorteil auf Engiadina treffen und am Donnerstag dann nach Scuol fahren müssen.

Samstags im Tessin fehlten dem EHC Illnau-Effretikon zahlreiche Spieler und Dieter Wieser meinte: «Wir sind heute mit dem allerletzten Aufgebot angereist». Gegen Chiasso waren auf Seiten des EIEs nicht mit dabei: Lorenz Kuhn (verletzt, vorzeitiges Saisonende nach Einsatz bei Junioren Top); Justin Wieser (ist auf Weltreise), Markus Cristelotti (Krank), Yves Brasser (Militär/verletzt), Claudio Beltrame (Ausland), Fabian Brockhage (Beruf) und Thomas Hofer (war mit Wetzikon/1. Liga unterwegs). Gegen Küsnacht sollte sich nun bei Illnau-Effretikon personell wieder etwas verändert haben. EIE-Headcoach Dieter Wieser hofft, gegen Küsnacht mit der stärkst möglichen Formation auflaufen zu können. «Natürlich wollen wir auch unser letztes Gruppenspiel vor heimischer Kulisse gewinnen», sagte Dieter Wieser samstags nach gewonnener Partie in Chiasso. «Wir haben jetzt schon 46 Punkte geholt». Und käme dann noch ein weiterer, 16. «Dreier» dazu, würde Illnau-Effretikon am Ende seine 18 Meisterschaftsspiele des Jahres 2017/18 mit der stolzen Punktebilanz von 49 abschliessen. Das wäre ein neuer EIE-Rekord. Die Zürcher Oberländer haben in den letzten Jahren in einer Saison einzig zwei Mal verloren (einmal davon erst über die Verlängerung), doch beide Male gegen den selbigen Gegner: Dürnten Vikings.

Samstags – kurz nach 22 Uhr wird dann wohl für den EHC Illnau-Effretikon feststehen: Bündner Nusstorte – statt OLMA Bratwurst.


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