Dienstags geht’s im Play-Off Viertelfinal der Eishockey Zweitligisten weiter. Der in Effretikon samstags mit 5:2 siegreich gewesene Schlittschuh-Club Küsnacht (SCK) empfängt zu seinem Heimspiel (Spielbeginn KEK 20:00 Uhr) den EHC Illnau-Effretikon (EIE). Die erfolgsverwöhnte Mannschaft von Dieter Wieser sieht sich plötzlich einem neuen Rollenspiel ausgesetzt und muss sich dienstags Rehabilitieren.

Bericht: Heinz Minder, Illnau

In der letzten Saison mussten die EIE-Spieler in 18 Gruppenpartien vier Mal als Verlierer vom Feld und verloren im Play-Off Achtelfinal gegen Wallisellen ein Mal. Heuer überstand Illnau-Effretikon seine Gruppenspiele mit einer einzigen Niederlage (Auswärtsspitzenkampf in Bäretswil gegen Dürnten) in der offiziellen Spielzeit, nachdem das Vorrundenspiel des EIE gegen dasselbige Dürnten zwar auch, aber erst in der Verlängerung (62.) verloren ging. Und zuletzt überstand die Mannschaft von Dieter Wieser/Urs Wegmann sechs Partien in Folge ohne Niederlage.

Gegner sicher nicht unterschätzt

«Nein, wir haben den SC Küsnacht keinesfalls unterschätzt, oder unser erstes Viertelfinal-Play-Off Spiel auf die leichte Schulter genommen», bestätigte Dieter Wieser mit Nachdruck. Er uns seine Spieler sahen sich also einer für sie eher ungewohnten Situation gegenüber. Der 2017/18 erfolgsverwöhnte EIE musst dienstags mit dem 0:1 Zwischenstand nach Küsnacht fahren.

Keine Signalzündung

Und es gab sicherlich verschiedene Gründe, «warum wir am Samstag überhaupt nicht auf Touren kamen», glaubt Wieser. Einer davon war, dass «uns das erste Tor einfach nicht gelingen wollte». Vielleicht währe ein frühes EIE-Tor wieder die Signalzündung zu einem ganz anderen Match gewesen. Bislang markierten die EIE-Spieler überdurchschnittlich viele Treffer. Allein in den 18 Gruppenspielen schaffte Illnau-Effretikon eine Quote von 98 Toren. Im letzten Jahr sah die EIE-Bilanz bei 18 Spielen – und vier Niederlagen – mit einem Torverhältnis von 77:55 noch schlechter aus. Und in den drei Viertelfinalpartien gegen Club da Hockey Engiadina schaffte der EHC Illnau-Effretikon immerhin 24 Tore, aber samstags gegen den SC Küsnacht erst nach 25 Minuten das später 1:0.

Ladehemmung

Die EIE-Spieler, die immerhin vielfach jubeln konnten – wie Thomas Korsch (18 Spiele/13 Tore), Carlo Fäh (16/14) und gar acht Tore in den bisherigen drei Playoff-Spielen, Yves Förderreuther (18/18), Michael Sommer (17/17), oder Lionel Kuhn mit sieben Toren in 15 Spielen, mühten sich (ausser dem nicht einsetzbaren Sommer) vergeblich gegen den SCK.

«Wir haben uns in so viele Sachen verzettelt», fand Dieter Wieser. «Wir haben uns oftmals ‘verdrippelt’ und dann unser Glück mit vielen Einzelaktionen gesucht», stellte der EIE-Headcoach fest. Will heissen: das bislang starke Kollektiv funktionierte samstags im ersten EIE-Heimspiel ebenso schlecht wie das ansonsten erfolgreiche Powerplay, denn die Platzherren konnten von gegnerischen Ausschlüssen überhaupt kein Kapital schlagen. Auch, dass Wieser noch vor Ablauf der Spielhälfte sein frühes Time-Out nehmen und einen erneuten Weckruf an seine Truppe abhalten musste, traf scheinbar nur auf taube Ohren.

EIE will Auswärtssieg

Nun. Dienstags geht es bereits weiter. «Ich hoffe, dass wir einen anderen EIE sehen und wir in der KEK mit einem Auswärtssieg in die Viertelfinal-Serie starten können. Das würde dann heissen, dass es zwischen diesen beiden Mannschaften garantiert zu vier Spielen – also einem zweiten, weiteren Auswärtsmatsch in der KEK kommen müsste. Die EIE-Spieler werden wohl hoch motiviert sein und anders aufspielen wollen. Ob ihnen samstags vor Heimpublikum ‘nur ein Ausrutscher’ passierte – wird sich zeigen, ebenso, ob sich der EHC Illnau-Effretikon für die 2:5 Niederlage rehabilitieren kann.


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